Nassachtal

Nassachtal

Route

Nassachtal (490 m)

nassach nassach

Das Nassachtal ist mit ca. 10 km eines der längsten Täler im Schurwald. Die gleichnamige Nassachtalstraße führt vom Filstal bei Ebersbach bis auf den Kamm des Schurwalds unweit von Schlichten.

In früheren Tagen zählte das Nassachtal zu den „Armenhäusern“ in Württemberg, da aufgrund des engen Tals die Landwirtschaft nur ungenügende Erträge abwarf. Glasbläserei und Köhlerei waren die Haupterwerbszweige, die einzige noch verbliebene Köhlerei steht für die lange Tradition des Köhlerhandwerks in dieser Region und ist vermutlich eine der letzten ihrer Art in Deutschland. Die Auffahrt durch das Nassachtal steht auch bei der Weinlandtour des 1. RV Stuttgardia 1886 e.V. auf dem Programm, deren Strecken hauptsächlich durch den Schurwald führen.

Manolzweiler (478 m)

manolzweiler

Die Auffahrt beginnt in Schnait, einem Ortsteil von Weinstadt, der aus dem Remstal über Weinstadt-Beutelsbach erreicht wird. Der Startpunkt befindet sich in der Ortsmitte an der Einmündung der Weinstraße auf einer Höhe von 259 m. Die Weinstrasse führt ohne Zeit zum Einrollen gleich bergan, zunächst für etwa 500 m nach Nordosten, bevor noch im Ort die ersten beiden Kehren anstehen.

In der 2. Kehre nimmt die Steigung auch gleich deutlich zu, lässt dann am Ortsende jedoch wieder etwas nach. Auf dem nächsten Kilometer folgen noch 6 weitere Serpentinen, über die sich die Straße zwischen den Weinreben hindurch hochschraubt. An einigen Stellen erreicht die Steigung 2-stellige Werte, insgesamt sind die ersten 2 Kilometer am Steilsten, danach wird es deutlich angenehmer zu fahren.
Ab der dritten Kehre öffnet sich der Blick über die umliegenden Weinberge, auf dem gegenüberliegenden Hang erkannt man Aichelberg, weiter nordöstlich schweift der Blick über Weinstadt, Waiblingen und das Remstal.

Nach der letzten Kehre verläuft die Straße zunächst zwischen Waldrand und Weinhängen am Nonnenberg entlang, bevor sie über eine Linkskurve in den Wald hinein führt. Auch wenn man die steilsten Rampen bereits hinter sich gebracht hat, so sind bis zum Ende der Auffahrt trotzdem noch etwa 70 Höhenmeter zurückzulegen.

Durch den Wald hindurch zeigt die Straße eher welligen Charakter, es wechseln flachere mit etwas steileren Passagen ab, und schließlich erreicht man nach einer Rechts-Links-Kurvenkombination die Anhöhe und den Ort Manolzweiler. Vor dem Ort kann man zur Belohnung für die Auffahrt einen weiten Rundblick über das Remstal genießen.

Zur Weiterfahrt durchquert man Manolzweiler und folgt der Straße bis zur Straßenkreuzung am Goldboden. Dort bieten sich 3 Möglichkeiten an: Nach links gelangt man über die L1150 nach Winterbach zurück ins Remstal, geradeaus kann man der einem Teil der Kaiserstraße und weiter bis nach Diegelsberg und schließlich hinunter ins Filstal folgen. Wer ins Neckartal nach Plochingen oder Esslingen weiterfahren möchte, sollte rechts abbiegen, in Baltmannsweiler besteht zudem noch die Möglichkeit, über Baach zum Ausgangsort Schnait zurückzukehren.