WM-Triple
Weltmeisterschaften - 3. Gold: Martin demontiert die Konkurrenz. Bei der Siegerehrung übermannten Zeitfahr-Titan Tony Martin fast die Emotionen.
Den Tränen nahe, genoss der 28-Jährige die Nationalhymne und seinen WM-Titelhattrick im Einzelzeitfahren. All der Druck, den er sich bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften auch selbst aufgeladen hatte, fiel von ihm ab. "Das ist richtig emotional für mich. Der zweite Platz wäre eine Enttäuschung gewesen", sagte Martin. Bei der Zieldurchfahrt streckte Martin drei Finger seiner linken Hand aus, um seinen Triumph zu symbolisieren, anschließend fiel er nach dem ersten Gold für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in der Toskana seinem Physiotherapeuten um den Hals, bevor er sich ausgepumpt auf den Asphalt legte. Mit 1:05:36,65 Stunden hatte er nach fast 58 Kilometern zwischen Montecatini Terme und Florenz die klare Bestzeit gesetzt und Wiggins (Großbritannien/+46 Sekunden) sowie Cancellara (Schweiz/+48 Sekunden) dominiert.
"Das ist das Highlight meiner Saison, etwas ganz, ganz Besonderes", sagte Martin, der langfristig nun den Olympiasieg in Rio 2016 ins Visier nehmen will. London-Gewinner Wiggins, der in seiner Heimat noch die Nase vorn gehabt hatte, zollte ihm großen Respekt. "Tony war auf einem anderen Level", lobte der 33-Jährige.